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18.01.2015 19:00 | von Lamy

 

 

Am 20. Januar 2015 erscheint Blackguards 2 für Windows und Mac – auch auf Steam. Wir haben die Chance genutzt und einen ersten Blick auf das Spiel geworfen. Unsere Eindrücke wollen wir euch nun schildern.

Blackguards 2 ist gleichzeitig ein klassisches Point&Click-Adventure und ein Strategiespiel. Dem sollten sich die Spieler bewusst sein, bevor sie das Spiel starten. Die Kämpfe müssen im Vornerein geplant werden und das Handeln geschieht mit Weitsicht auf kommende Aktionen – Flexibles und aktives Ausweichen oder Blockieren gehört nicht in die Welt von Blackguards 2. Das Spiel beruht zudem auf dem Regelwerk des Rollenspielsystems „Das Schwarze Auge“. Doch wir kommen an späterer Stelle noch mal genauer zum Kampfsystem.

Das Spiel beginnt mit einer grausamen Sequenz und dass Blackguards 2 nichts für sanfte Gemüter ist, stellt sich bereits dort heraus. Außerdem wird Cassia, die Protagonistin, in ein Verließ geworfen. Natürlich lenken wir die Dame, über die wir anfangs nichts wissen, mit der Ausnahme, dass sie sehr temperamentvoll ist.
Sehr angenehm ist die vollständige deutsche Synchronisation, die es dem Spieler abnimmt, die Bildschirmtexte zu lesen.

Der Kerker, in dem wir uns also zu Beginn des Spiels befinden, befindet sich gleich unter dem großen Kollosseum – Wir sehen: Blackguards 2 spielt in der Antike mit Gladiatoren, Zauberern, Zwergen, Drachen und mächtigen Herrschern. Kontakt hat Cassia einzig und allein zu dem Gefängniswärter, der ihr allerdings keine Informationen geben kann und nur zwischen den Zeilen etwas über die Außenwelt Preis gibt. Wir erfahren außerdem, dass Cassia eine jüngere Schwester hat, die ohne sie verloren scheint.
Das Verließ, in dem Cassia bald die gefährlichen Spinnen zu Freunden gewinnt ist an einem Labyrinth angeschlossen, durch das die Protagonistin zu fliehen versucht. Und hier bestreiten wir unsere ersten Kämpfe:

 

 

Das Kampfsystem
Der Spieler befehligt eine Einheit, die entweder nur aus Cassia allein oder aus ihren Mitstreitern besteht. Jeder Teil dieser Einheit wird manuell gesteuert, automatische Aktionen werden nicht ausgeführt. Zunächst geht es darum, sich wenn nötig im kleinen Radius zu bewegen. Ist der Charakter nah genug am Ziel, kann man sich für eine Aktion entscheiden: Angriff, Ausweichen, etc pp. Es gibt allerdings zwei Radien. Möchte man den äußeren Radius mit der aktiven Einheit betreten, so ist das generell möglich – Die möglichen Laufwege sind sehr groß – Allerdings ist es dann nicht möglich, eine zusätzliche Aktion auszuführen. Der Weg, den man geht sollte also mit Bedacht gewählt werden. Neben der Angriffsaktion gibt es selbstverständlich noch weitere nützliche Befehle, zum Beispiel „Warten“. Dadurch ist es möglich, erst den Gegner seinen Zug machen zu lassen und dann gekonnt darauf zu reagieren. In der unteren Ecke wird zu jeder Zeit angezeigt, wer gerade am Zug ist und welche Einheit diesem Zug folgt. Diese Anzeige hilft dabei, das Vorhaben auf die kommenden Aktionen abzustimmen und es empfiehlt sich durchaus, die Anzeige zu beachten! Blackguards 2 gehört zu den Spielen, in denen Kämpfe durch die Planung gewonnen werden, nicht durch Glück und nicht durch schnelle Reaktion. Das ist mal etwas anderes, wenn man normalerweise in der Welt der japanischen Rollenspiele zu Hause ist.

Nun werden sich einige denken: „Das viele Klicken wird mich kirre machen!“ aber keine Sorge: Es gibt eine Hotkeyliste! Dadurch können Aktionen, die besonders häufig genutzt werden einer bestimmten Taste zugeordnet werden und das Kämpfen spielt sich gleich viel bequemer. Natürlich können die Hotkeyzuweisungen jederzeit geändert werden, auch während eines Kampfes.
Am Ende eines Kampfes erlangt der Spieler AP. Diese werden ganz klassisch zum Aufrüsten der Fertigkeiten genutzt und zum Erlenen von neuen oder um vorhandene Attribute zu verstärken (wie bspw. die Angriffskraft).

Im Inventar kann der Spieler neben den Objekten, Rüstungen und Waffen auch die Fertigkeiten/Fähigkeiten und Attribute der Charaktere einsehen, sie neu ausstatten mit Utensilien und Ausrüstungen, aber auch verschiedene Waffensets anlegen, die während des Kampfes geändert werden können. Das ist nützlich, wenn die Gegner in unterschiedlicher Entfernung angreifen und Fernangriffe Sinn machen, aber im Laufe des Kampfes durch den Nahkampf ersetzt werden müssen.

Wer jetzt denkt, dass die Strategien nur während der Kämpfe wichtig sind, der hat sich getäuscht. Auch beim normalen Überqueren eines Feldes ist Vorsicht geboten, denn verschiedenste Fallen werden in unterschiedlichen Intervallen ausgelöst. Diese Intervalle gilt es zu erkennen und seine Züge anzupassen – Denn auch außerhalb von den Kämpfen ist die Bewegung nur innerhalb der angezeigten Radien möglich, die wabenförmig aneinander liegen. Freies Laufen ist also überhaupt nicht möglich.

 

 

Wider Erwarten gelingt es Cassia nicht sofort, einen Ausweg aus ihrer brenzligen Lage zu finden und so fristet sie einige Jahre lang ihr Dasein als Gefangene, freundet sich in dieser Notsituation mit Spinnen an und hat ansonsten nur Kontakt zu dem Wächter und unterhält sich durch das Lesen eines Buches, das sie im ersten Gang durchs Labyrinth findet. Als die Jahre vergehen, wird Cassia immer hässlicher, ihre rechte Gesichtshälfte ist gelähmt und geeitert durch die Gifte des Ungeziefers in den Kerkern. Sie verbittert und sucht nach einiger Zeit nicht mehr nach Freiheit – Sondern nach Macht! Nur durch einen Zufall, erfährt sie eines Tages von einem möglichen Ausweg durch den Wächter und beschließt sogleich, diesen Informationen nachzugehen. Das führt uns auch zu unserem ersten Bossgegner, bzw. unserer ersten Bossgegnereinheit. Glücklicherweise existieren auf dem Weg durch die Felder regelmäßige Brunnen mit Heilwasser, die dafür sorgen, dass der Vorrat an Heiltränken nicht ganz so schnell zur Neige geht.

Cassia entkommt also schlussendlich aus ihrer Gefangenschaft und mit dem Ziel, sich an denen zu rächen, die sie vergessen haben und über das zu herrschen, was ihr dieses Schicksal brachte macht sie sich auf den Weg, Verbündete zu gewinnen.
Und eines können wir wohl verraten: Sie tut das nicht durch ihren charmanten Charakter.

 

Blackguards 2 ist der Nachfolger von Blackguards, das vor genau einem Jahr erschien. Die Entwickler haben laut eigener Aussage nach dem ersten Teil das Feedback von Spielern und Presse gesammelt, um Blackguards 2 noch besser zu machen. Wer Blackguards bereits kennt und gespielt hat, wird in Blackguards 2 gut zurechtkommen. Aber auch für Neueinsteiger ist es sehr gut geeignet. Der Spieler bekommt vor allem am Anfang vieles verständlich erklärt und gezeigt.

Im laufe dieser Woche starten wir zudem ein Blackguards 2 Gewinnspiel! Schaut also regelmässig vorbei oder folgt uns auf twitter um es nicht zu verpassen!