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17.04.2016 18:00 | von Toto

 

Die Animuc 2016 ist öffnete ihre Tore vom 01. bis zum 03. April für ihre Besucher und erstaunte diesmal alle mit relativ schönem Wetter. Normalerweise ist die Con geplagt von Regen und sogar Schnee – In diesem Jahr hatte sie Glück und auch wenn es freitags und samstags kühl und grau war, war es sonntags so warm, dass der Tag die anderen entschuldigte. Das Thema der Animuc war in diesem Jahr „Wissenschaft“ und so gab es auch einige Aktionen zum Thema, etwa Fakten, die auf dem ganzen Congelände verteilt wurden und verschiedene Quizzes.

Die Animuc findet im Veranstaltungsforum Fürstenfeldbruck statt. Es bietet zwei Säle, die Tenne (in der sich die Händler und Aussteller befanden), Seminarräume (Workshops) und mit den historischen Gebäuden ist es außerdem eine wunderschöne Fotolocation für Cosplayer.

Ihr Programm startete die Animuc mit dem Cosplay Wettbewerb. Dieser schien uns allerdings sehr durchwachsen, die Moderatoren schafften es nicht wirklich sich aufeinander abzustimmen, allerdings war das nicht wirklich schlimm, denn: Der Cosplay Wettbewerb hatte nur 4 Startnummern. Leider kam im Publikum keine so gute Stimmung auf aber immerhin haben die Cosplayer ihren verdienten Applaus bekommen.

 

 

Die offizielle Eröffnungsshow der Convention folgte nach dem Cosplay Wettbewerb ebenfalls im großen Saal. Die Showacts wurden angekündigt oder konnten selbst Videos zu ihren Stücken einreichen, Ehrengäste wurden vorgestellt aber alles in allem konnte die Eröffnungsshow auch nicht durch Witz oder Stimmung punkten. Hier möchte ich aber ehrlich sein: Das hat bislang in meinen Augen noch keine Con geschafft.

Nach diesem schweren Start wollten wir die Con natürlich noch nicht aufgeben, denn aus den vorherigen Jahren haben wir sie lieben gelernt. Und auch in diesem Jahr wurden wir tatsächlich keinem Schlechteren belehrt. Die Animuc lud einige internationale Cosplayer ein sowie Synchronsprecher und Zeichner. Genauere Angaben zu ihnen findet ihr bereits in unserer Newsrubrik: Animuc News

Am Samstag ließen wir es uns nicht nehmen, das Showprogramm des Flying Sushi Theatre anzuschauen, die mit einem Avatar-Stück die Premiere auf der Animuc feierten. Obwohl wir die Serie nicht geschaut haben, war die Performance sehr unterhaltsam und viele Anekdoten konnten auch wir verstehen – Die Gruppe war super charmant und witzig und ohne Technikprobleme begeisterten sie das ganze Publikum. Gerade für (natürlich) Avatar, Life is Strange und Doctor Who Fans ist das Stück auf jeden Fall zu empfehlen. Einen witzigen Trailer zum Stück könnt ihr hier sehen:

 

 

Jedesmal eine große Freude ist für uns auch die Premiere der neuen Songs der Showband Ongaku no Kara! Mit einem zwei-stündigen Programm zogen sie den vollen Saal ganz in ihren Bann und neben der akustischen Musik performten sie auch drei, vier ihrer alten Parodien. Generell waren die gespielten Lieder aus Anime, Games und Filmen gut aufeinander abgestimmt und während bei bestimmten Songs geträumt werden konnte, rockten andere Vorstellungen den Saal. Und zum bekannten Digimon-Opening am Schluss haben natürlich fast alle wieder mitgesungen!

Leider haben wir nicht alle Showgruppen auf der Animuc sehen können, wir möchten an dieser Stelle aber betonen, dass wir vor allen großen Respekt haben. Wir möchten uns bedanken für wunderschöne Stunden, die wir mit ihnen verbringen können und wissen, dass von der Idee eines Stückes bis zur tatsächlichen Umsetzung einiges passiert und viel Aufwand und Mühe bedeutet. Danke für ein schönes Conerlebnis – Für uns seid ihr alle nicht wegzudenken!

Neben den Showgruppen interessieren wir uns auch immer sehr für das International Cosplay Panel, das diesmal Sonntagmorgens stattfand. Dementsprechend leer war der Saal leider auch – Das fanden wir etwas schade. Eingeladen wurden Kairi, Iloon, Jun, Neru, YingTze und Menana und so konnten die Besucher ein bisschen was über Cosplay und Conventions in den Ländern Niederlande, Polen, Japan, Malaysia und natürlich in Deutschland erfahren. Oft wurde über den Vergleich „Cosplay heute und Cosplay früher“ gesprochen – Die Erfahrungen waren diesbezüglich alle ähnlich. Ebenfalls ein großes Thema waren die internationalen Cosplaywettbewerbe, die von der Gruppe sehr wertgeschätzt werden. Denn so ist es möglich, internationale Kontakte zu schließen und Vergleiche zu ziehen, die für jeden positive Folgen ziehen können. Allgemein können wir sagen, dass in diesem Jahr die Vorstellung der einzelnen Cosplayer kürzer gehalten wurden als im letzten und keiner von ihnen eine Präsentation ihres Heimatlandes vorbereitet hatte. Ein Lob an dieser Stelle an die Übersetzerin, die einen super Job gemacht hat und selbst wirklich lange Redeabschnitte sehr empathisch auf deutsch übersetzte, damit jeder Besucher dem Panel folgen konnte.

 

 

Die Workshops auf der Animuc sind in jedem Jahr sehr beliebt, so auch in diesem. Angeschaut haben wir uns diesem Jahr sehr interessiert den Workshop über Moderation und Präsentation für Dummies, der, genau wie die anderen Workshops beinah voll besetzt war. Wir vermuten, dass es vielleicht nicht nur an dem Thema lag, sondern auch daran, dass die Workshopleiterin Max Improving in der Szene sehr beliebt ist. Ihr Workshop hat uns besonders gut gefallen, da sie die wesentlichen Dinge klar benannt hat, die uns selbst auch stets wichtig sind und das: Wertschätzung des Publikums, Wertschätzung der Teilnehmer bei Wettbewerben und Wertschätzung der (ehrenamtlichen) Helfer. Der respektvolle Umgang untereinander wurde als wertvollste Ressource der Moderation und Präsentation angeführt sowie die Wichtigkeit der Zielgruppe, für die moderiert oder präsentiert wird. Die Wertschätzung zeigte sich allerdings nicht nur in ihrem Vortrag, sondern auch darin, wie sie die Fragen der Workshop-Teilnehmer beantwortete, denn auf jede Meldung ging sie sehr ausführlich und freundlich ein.

Ähnlich positive Feedbacks hörten wir zu den meisten der Workshops, die unsere Freunde vor Ort besuchten – Somit können wir Workshopliebhabern die Animuc sehr empfehlen. Aufgrund der Beliebtheit und der Seminarraumgröße raten wir allerdings, relativ früh vor Beginn eines Workshops schon die Räumlichkeiten aufzusuchen, damit ein Platz garantiert ist. Denn auch uns hätten noch mehr Workshops interessiert, wir kamen aber selten in die Räume weil diese schon voll waren.

Nicht wegzudenken sind seit einigen Jahren die Gamesbereiche auf den Conventions. Die Animuc bietet gleich zwei davon: Einen allgemeinen Gamesroom, organisiert von SVvamp. Und einen Retro-Room, organisiert von VGamers. Vor den Konsolen und großen Fernsehern konnten die Besucher unter anderem Super Smash Bros., Mario Kart 8, Just Dance, Dragonball Xenoverse, Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4, Pokémon Tekken und Street Fighter 5 miteinander oder gegeneinander zocken und dementsprechend gut besucht war der Gamesbereich. Die Retro-Ecke war etwas spärlicher besucht, dafür aber für so manche Nostalgiker umso interessanter. Unter anderem die populären Spiele Tetris, Donkey Kong und Zelda konnten auf Atari 2600, Nintendo, Super Nintendo und Dream Cast gespielt werden. Die Teams in beiden Gamesrooms standen den Besuchern bei Fragen jederzeit zur Seite und waren auch dem ein oder anderen Schwätzchen nicht abgeneigt.

 

 

Abschließend möchten wir uns bei dem gesamten Animuc Team bedanken für eine Con, die immer wieder sehr stressfrei und liebevoll organisiert wird. Wir sind jedes mal begeistert und gehen mit positiven Erinnerungen nach Hause – Genau so muss das sein. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und wünschen wieder gutes Wetter!