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14.08.2017 08:00 | von Toto

 

Zum ersten mal öffnete die AnimagiC in Mannheim ihre Türen, im imposanten Rosengarten in Mannheim, der kaum mit der alten Location in Bonn zu vergleichen ist. Zwar sind jetzt schon wieder einige Wochen seit einer der ältesten Conventions in Deutschland vergangen – Aber dennoch möchten wir es uns nicht nehmen lassen einen kleinen Nachbericht zu tippen.

Der Rosengarten verfügte über drei Etagen, die frei nutzbar waren. Auf diesen Etagen konnten die Besucher unterteilte Bereiche finden und hatten somit Zugang zu einem wunderbar lockeren Händlerraum, der viel Platz zum schlendern bot und zum Anschauen einlud, zu den Publishern und Verlagen, die gleichzeitig auch verkauften (so konnten Fans zum Beispiel schon vor Release den begehrten Anime Haikyu!! bei Peppermint Anime erstehen, sogar günstiger als in der Vorbestellung), es gab Fanstände und einen Bereich für Aussteller.

 


 

Leider durfte niemand Getränke mit in die Halle nehmen und mit 3 Euro pro halbem Liter waren diese tatsächlich überteuert. Das ist wohl eines der größten Mankos der neuen Location – Das Essensangebot war im Gegensatz zu den Getränken durchaus bezahlbar und für Catering-Verhältnisse auch lecker und ausreichend portioniert.

Der große Saal hatte Ähnlichkeit mit dem Saal in Bonn und somit büßte die neue Halle nicht zu viel an Nostalgie ein. Wobei die AnimagiC mit mittlerweile drei Umzügen wohl zu den Conventions gehört, bei denen die älteren Besucher das Wort Nostalgie mit der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz verbinden werden und nicht mit der Halle in Bonn.

Neben dem großen Saal gab es einen weiteren, etwas kleineren Saal, der ebenfalls für Showgruppen etc. genutzt wurde. Wie gewohnt verfügte die AnimagiC über viele verschiedene Videoräume, in denen die anwesenden Publisher ihre Werke vorstellten – Teilweise in deutsch und teilweise mit deutschen Untertiteln.

Workshops hab es allerdings kaum – Dabei gehören Workshops zu den Programmpunkten, mit denen andere Cons oft gut auftrumpfen. So unterscheidet sich die AnimagiC in diesem Punkt deutlich von den Cons, die ehrenamtlich organisiert werden.

Square Enix ist schon seit einigen Jahren immer wieder auf der AnimagiC dabei – Diesesmal vergrößerten sie ihr Einzugsgebiet allerdings etwas, indem sie dem Rodeo-Bahamuth einen Platz widmeten, den fleißige Leser unserer Berichte sicherlich schon im ein oder anderen Foto gesehen haben. Für Fans, die sich dann doch ein bisschen vor dem Western-Gefühl scheuten gab es erneut die Chance in einer Instanz von Final Fantasy XIV zu bestehen und den Gegner Zurdan in einer 8er-Gruppe zu besiegen. Da wir diese Chance bereits auf der DoKomi wahrgenommen haben, haben wir das nicht wiederholt. Dabei waren die Schlangen im Vergleich zu anderen Cons relativ kurz – Aber dennoch recht gut besucht. Eine 8er-Gruppe zusammen zu kriegen ist sicherlich nicht gescheitert.

 


 

 

Ganz exklusiv war der Bereich von Bandai Namco. Denn hier war es möglich zum allerersten Mal das Spiel Ni No Kuni II anzuspielen, welches auch auf der gamescom anspielbar sein wird. Auf der AnimagiC konnten sich die Besucher beim Spielen viel Zeit lassen, denn Andrang bestand seltsamerweise überhaupt nicht und viele Konsolen waren auch oft leer. Neben Ni No Kuni II bot Bandai Namco außerdem eine Demo zu dem kommenden Spiel von Little Witch Academia an und natürlich Stationen zu den Dauerrennern One Piece und Naruto.

 


 

Sehr großen Andrang dagegen gab es beim Stand von Peppermint Anime, so dass sich die Fans in einer Schlange anstellen mussten, weil der Shopping-Bereich sonst überrannt worden wäre. Peppermint Anime tritt auf mit Anime-Größen wie Free!, Haikyu!!, Love Live, Your Lie in April und vielen anderen mehr, die bei den Fans sehr beliebt sind und shoppinglustige Besucher sicherlich herlocken.

Der Gamesroom war überraschend hell und bot viel Platz zum Zuschauen und Anstellen an die einzelnen Spielstationen. Generell war im Rosengarten viel mehr Platz als in der alten Beethoven Halle in Bonn. Klassischerweise wurden natürlich auch Gamesturniere veranstaltet, die auf jeder Con gut besucht sind und mittlerweile dazu gehören.

 


 

Weil die AnimagiC eine Convention ist, die nicht nur ehrenamtlich organisiert und finanziert wird, ist es natürlich möglich viele aktuelle Größen der Szene einzuladen und spannende Panels mit diesen anzubieten. So hatten die Besucher die Möglichkeit unter anderem Lynn Okamoto (Elfenlied), Taichi Ishidate (Free!), Susumu Mitsunaka und Wakana Okamura (Haikyu!!), Kazuchika Kise und Tow Ubukate (Ghost in the Shell) zu treffen, sich Werke signieren zu lassen und in Vorträgen zu lauschen, wie oben genannte Gäste ihre Arbeit verrichten, was ihnen wichtig ist und wie sie die Fanszene in Deutschland erleben.
Musikalisch bietet die AnimagiC relativ viel Abwechslung. Neben den musikalischen Ehrengästen die die Con einfach schon zu viele Jahre besuchen, gibt es auch immer wieder die Möglichkeit neue (oder andere) Sternchen kennen zu lernen. In diesem Jahr Konomi Suzuki (z.B. No Game No Life-Opening), TRUE (z.B. Violet Evergarden) und zum ersten Mal für die Night of Cosplay auch DJs wie DJ Kazu, der in Japan zu den renommierteren Anisong-DJs gehört.

Insgesamt können wir wohl sagen, dass die neue Location bei den Besuchern sehr gut aufgenommen wurde – Die Stimmung war während der Programmpunkte zu jeder Zeit super gut und ausgelassen. Auch beim Herumschlendern hörten wir wenig Kritikpunkte (mit Ausnahme der Getränkeregel) und wie gewohnt konnte man auf der AnimagiC viele fröhliche Gesichter sehen. Dieses mal sogar im Händlerraum, der früher von allen verhasst war und jetzt in einem ganz neuen Glanz dasteht.

Wir wünschen der AnimagiC, dass sie sich in der neuen Halle einleben kann und dass diese noch lange von den Besuchern so positiv angenommen wird. Und wir freuen uns sicherlich auf nächstes Jahr, wenn es wieder am ersten August-Wochenende heißt: AnimagiC 2018.