gamescom 2011: Unser Bericht + Fotos

gamescom 2011: Unser Bericht + Fotos

Eine Woche ist seit der GamesCom vergangen und insgesamt haben sich über 275.000 Menschen den mehr oder weniger langen Weg nach Köln angetan um für eine viertel- bis dreiviertel Stunde ein Videospiel ihrer Wahl anzutesten – und nahmen dabei Warteschlangen bis zu 6 Stunden auf sich.

Wir waren auch auf der GamesCom, zusammen mit ca. 5.000 anderen Fachbesuchern. Wie hat uns die „GC ’11“ gefallen? Nun, sagen wir es mal so: Es war ein faszinierendes Ereignis. Und was euch natürlich am meisten interessiert, was gab es von Square Enix zu sehen? Wie ist XIII-2? Und was gab es sonst noch so tolles zu sehen? Und gab es wirklich gratis BBQ?! Und wenn ja, war es gut?

Auf all diese Fragen werdet ihr eine Antwort bekommen. Und das auch noch in chronologischer Reihenfolge! Also, beginnen wir mit dem Tag an dem die GC offiziell eröffnet wurde: dem 17.08.2011 auch oder besser bekannt als der Fachbesuchertag.

 

 

Anfangen möchte ich beim Deep Silver Stand – wo auch Square Enix mit „Deus Ex: Human Revolution“ vertreten war. Und wenn wir grade schon bei Square Enix sind, von denen gab es abgesehen von „Deus Ex: Human Revolution“ nämlich Nichts zu sehen. Kein Final Fantasy XIII-2. Kein Type-0. Und geschweige denn Final Fantasy Versus XIII. Nun ja, was soll man machen. Nachdem ich meinen ersten Spaziergang durch Halle 7 vollendet hatte war es Zeit etwas anzuspielen. Mein Hauptaugenmerk viel dabei erst einmal auf die PS Vita, welche ich allerdings nicht zu diesem Zeitpunkt anspielen konnte. Grund: die kleinen Handhelds hatten einen Programmierfehler und waren daher nicht spielbar. Was ein Glück das es nur der Pressetag war….

 

Nach einer leichten Entmutigung begab ich mich zum Deep Silver stand an dem ich zuerst ein Auge auf Catherine warf. Nett: draußen standen zwei junge Damen in Catherine Outfits. Schade: Es handelte sich bei der spielbaren Demo lediglich um die US-Version welche ich bereits im Vorfeld gespielt hatte. Wie gut oder in welchem Ausmaß Catherine also lokalisiert wurde konnte man an diesem Tag noch nicht absehen.

 

Weiter ging es zum Namco Bandai-Stand welcher so ziemlich gegenüber lag. Unter anderem dort spielbar: Dark Souls, Ridge Racer Unbounded und Naruto Ultimate Ninja Storm Generations.

Zuerst ein kleines Match mit Sasuke in Naruto: Generations. Ganz kurz: Es spielt exakt genauso wie Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 nur mit anderen Charakteren und einem bisschen besseren Balancing. Darauf folgend: Ridge Racer Unbounded. Man erkennt das typische Ridge Racer Fahrgefühl,  aber das Prinzip erinnert sehr stark an Rennspiele wie „Burnout“ oder „Split/Second Velocity“. Anschließend wollte ich natürlich auch Dark Souls anspielen. Dann kam allerdings etwas unerwartetes: Alle Konsolen waren belegt und es gab eine Schlange. Ich schaute auf die Uhr. „Kurz vor 10“. In diesem Moment fiel mir ein das um 10 Uhr die „Assassin’s Creed: Revelations“ Präsentation stattfand. Also, auf zum Ubisoft-Stand.

 

Natürlich schaffte ich es noch pünktlich zur Präsentation. Allerdings gab es bei der Vorführung noch grade den neuen Tom Clancy Ableger mit präsentiert. Es tarf nicht gerade meinen Geschmack, sah von der Technik her aber ganz nett aus. Nachdem der Vorführer wegen der Kinect-Steuerung beinahe allen anwesenden Journalisten das Ohr abgebrüllt hat, bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf das neue Abenteuer des Meuchelmörders Ezio Auditore da Firenze. Aber auch hier machte sich wieder ein wenig Ernüchterung breit. Es gab lediglich die E3-Demo mit deutscher Synchronisation zu sehen. Schade. Kurz nach dem Ende der Präsentation durften auch die Besucher endlich mal selbst spielen. Und zwar im Multiplayer des Titels. Und hier gab es das erste mal etwas wirklich interessantes zu sehen. Der MP wurde im Vergleich zum Vorgänger schon um ein Paar Sachen verändert. So ist nun der Kompass mit dem man seine Ziele aufspürt nicht mehr verfügbar, stattdessen gibt es nun eine Anzeige die heller leuchtet wenn das Ziel im Blickfeld des Spielers ist. Außerdem bekommt nun erst den Bonus für leises töten nachdem das Ziel eine Zeit lang im Blickfeld hat. Soll heißen: Je länger man eine Person im Blickfeld hat ohne entdeckt zu werden, desto höher ist die Punktzahl die man bei einem Kill bekommt. Desto höher ist allerdings auch die Wahrscheinlichkeit das einem das Ziel entgeht. Dadurch werden unter anderem auch die Dächer wieder komfortabler für lautlose Killer.

 

Abgesehen von dem erneuerten Zielortungssystem wurden einige Fähigkeiten überarbeitet oder neue hinzugefügt. So gibt es nun z.B. die Fähigkeit „Breaker“ mit der sich alle Türen im Umkreis des Spielers automatisch schließen lassen. Dazu gibt es neue Rauchbomben und die neuen „Bastelbomben“ (so wie ich sie nenne) welche man bereits in der E3 Demo gesehen hat gibt es auch im MP. Dazu wurde das Balancing erhöht, soll heißen das Fähigkeiten wie Wurfmesser nun länger anhalten.

 

Gegen Ende des Spiels schaute mir noch der Chef-Entwickler des Multiplayer-Modus‘, Francois Gerner über die Schulter. In einem kurzen Gespräch klärte er uns über die neuen Charaktere, die neuen Fähigkeiten und Maps auf. Welch natürlich auch neu sind. Man werde versuchen die Community beim Spiel zu halten, in dem man es immer mit neuen Inhalten füttert. Des weiteren plane man auch wieder kleine Events in der Community zu veranstalten (Beim Vorgänger gab es ein Event bei dem man ab einer bestimmten Anzahl von Kills eine neue Map freigeschaltet hat. Ob damit so eine Art von Event gemeint ist?). Abgesehen davon ließ sich aus ihm herauslocken das es auf der maximalen Stufe des Multiplyers ca. 25 spielbare Charaktere geben wird. Und man plane bereits jetzt neue Charaktere via DLC zu liefern. Hier stelle ich mir die Frage: Wieso schon an einen DLC denken wenn das Spiel erst in 3 Monaten rauskommt? Ich bin kein großer Freund von Zusatzinhalten die bereits feststehen bevor das Spiel fertig ist.

Nun gut, nach dieser kleinen Abweichung in das Zeitalter der Renaissance geht es nun zurück in die Gegenwart.

Nach dem ich den Namco Bandai-Stand abgeklappert hatte, wendete ich mich wieder ein bisschen weiter Richtung Ausgang und schaute noch einmal kurz bei Konami vorbei.

 

Bei meinem kurzen Besuch habe ich dort noch ein wenig Metal Gear Solid Peace Walker unter die Lupe genommen, und als Non-MGS Spieler es lediglich in den zweiten Bereich geschafft. Weiter ging es in die nächste und wahrscheinlich auch die vollste Halle.

 

In Halle 6 gab befanden sich dann die etwas größeren Stände wie z.B. 2K, Activision/Blizzard, EA oder THQ. Vor allem zuletzt genannter hatte für „Warhammer 40K: Space Marine“ & „Metro: The Last Light“ ein Paar sehr gut aussehende Eingänge gestaltet.

 

Was man der GamesCom 2011 allgemein angemerkt hat war, dass sie um einiges mehr an Titel hatten von denen man nicht gedacht hätte das sie dort ausgestellt werden. The Darkness II, [Prototype 2], Gears of War 3 oder Rage um einmal die wichtigsten zu nennen. Allerdings gab es für U-18 Spieler nicht gerade viel zu spielen. Aber das ist ein anderes Thema…

 

Abgesehen davon fand ich persönlich die Stände in Halle 6 am besten gestaltet. Groß, offen und teilweise doch ein bisschen mehr als eine schiere Plastikwand. Nach dem begutachten der Bühnen ging es zum EA-Stand, aus reinem Interesse, wie groß der den nun in der Realität aussieht. Und wie ich es mir gedacht hatte war EA mit einer riesigen Bühne vertreten, genauso wie man es sich hätte denken können. So, genug geschaut, in Halle 6 war (abgesehen von dem Bethesda-Stand) nichts wirklich interessantes für meine Wenigkeit.

 

In Halle 8 hingegen gab es etwas mehr für mich persönlich. Am Sega-Stand habe ich erstmal „Sonic Generations“ ausgetestet, da ich mir persönlich ein Bild von der Umsetzung der jeweils verschiedenen Levels aus den alten und neuen Teilen machen wollte. Zu spielen gab es natürlich die berühmte „Green Hill Zone“, welche man in sämtlichen Varianten anspielbar war: In 2D, in 3D, auf einem 3D Fernseher oder auf dem 3DS (auch jeweils in 2D und 3D). Nebenbei hatte ich dann noch ein kleines Gespräch mit den Leuten von www.cendicet.fr wo ich als Background Requisite dienen durfte 😉

 

Anschließend ging es zum Nintendo-Stand direkt Richtung Xenoblade Chronicles. Da dieses ja bereits am 19.08 erschienen ist durfte man dort schon die Vollversion spielen, die Frage war nur wie weit man kam. Da ich Xenoblade zu diesem Zeitpunkt schon vorbestellt hatte, spielte ich nur kurz um in das Kampfsystem reinzukommen. Ich hatte eine Viertelstunde lang großen Spaß, bis mich der liebe Mann von Nintendo dazu drängte doch auch einmal die anderen hinter mir dran zu lassen. Naja, es gab ja noch mehr zu sehen. Und weiter.

 

In Halle 8 befand sich ebenfalls der Microsoft Stand an dem ich kurz vorbei schlenderte um mir Eindrücke zu „Forza Motorsport 4“ einzuholen. Doch dann erregte etwas anderes meine Aufmerksamkeit. Kaum zu glauben, aber da stand es dann: eine Spielkonsole inkl. einer spielbaren Demo zu „Final Fantasy XIII-2“.

 

Man sah allerdings direkt, hier handelt es sich lediglich um die bereits bekannte Demo von der E3/Animagic. Dennoch, es ist immer etwas anderes die Sachen selber anzuspielen.

 

Es folgte also das, was vielen von euch bekannt vorkommen sollte: man geht durch die Stadt, redet mit ein Paar NCPs, man kann springen, kämpft gegen Atlas macht ein Paar Rätsel und kämpft anschließend wieder gegen Atlas und das war es dann auch schon. Sehr kurz gefasst. Allerdings muss man sagen: die „MogClock“ funktioniert sehr gut, auch wenn es dann nicht mehr soviel Sinn macht wenn man jedes mal einen Präventivschlag landet. Es bleibt abzuwarten ob die MogClock über die gesamte Länge des Spiels nicht zu mächtig wird.

 

Auch die Fähigkeit Monster in seine Party aufnehmen Funktioniert wirklich gut und je nachdem welches Paradigma man gerade ausgewählt hat, erhält man ein bestimmtes gefangenes Monster als Mitstreiter. Die haben dann noch Spezialattacken in Form von Quick-Time-Events. Und, was ich selber nicht gedacht hätte, dadurch das es immer unterschiedliche QTEs sind, je nachdem welches Monster man hat unterschiedlich. Auch das macht Spaß, aber ob das auch nach 40 Stunden Spaß macht zweifle ich an.

 

Während ich mich auf die Demo konzentriert habe, bekam ich Besuch von den Leuten von Final Fantasy Universe (www.final-fantasy.de). Extrem nett und sympathisch und endlich jemand mit dem man sich über Fachthemen unterhalten konnte. Nachdem der Bildschirm der XIII-2-Demo „Thank you for playing!“ angezeigt hatte wurde es Zeit für den nächsten interessanten Titel den ich in Halle 8 finden konnte. Dieser befand sich direkt hinter dem Nintendo-Stand, und zwar handelt es sich dabei um nichts geringeres als „Batman: Arkham City“.

Hier war es auch das erste mal das ich einen kleinen Vorgeschmack auf die echten Schlangen bekommen habe. Ca. 25 Minuten musste ich anstehen, was aber wirklich kein Vergleich zu dem ist was an den öffentlichen Tagen herrschte. Auf jedenfall ist das neue Batman Spiel für meinen Geschmack verdammt gut. Das Kampfsystem macht wahnsinnig viel Bock und ist dabei noch sehr elegant, es gibt noch mehr Gadgets, die Stadt ist um einiges größer als im Vorgänger und es gibt genug Nebenmissionen (als Bsp. die Riddler Rätsel).

 

Im Anschluss an Arkham City wurde es eigentlich Zeit für eine kurzes Fazit. Was Aufgrund des nicht gerade optimalen WLANs leider nicht geklappt hat.

 

Nach einer größeren Pause ging es dann noch einmal auf nach Halle 7. Diesmal: wieder der Namco Bandai stand. Ziel: Dark Souls. Und ich hatte Glück, den es war exakt eine Konsole frei und es gab absolut keine Schlange. Insgesamt hing ich über eine Stunde lang an der Dark Souls Demo. Und hatte sie dennoch nicht beendet. Es ist wirklich wahnsinnig schwer, vor allem Konterattacken. Wenn die nicht zu 1000% perfekt ausgeführt ist geht der Schuss nach hinten los. Aber dennoch: Dark Souls macht trotz dieses immensen Schwierigkeitsgrades Spaß, da man immer besser werden will. Und sobald man etwas dann Geschafft hat, fühlt man sich wie der König der Welt. Bis die nächste Gegnergruppe kommt.

 

Und als finale des Pressetages ging es dann zusammen mit den Leuten von FFU Richtung Sony Stand. Minecraft Präsentation. Wahnsinnig Lustig. Gratis zu der Präsentation wurden dann noch Minecraft-Hüte oder besser gesagt Helme verteilt. Glücklicherweise konnte ich einen ergattern. Vielleicht verlosen wir ihn auch? Mal schauen…

 

Als ich die GamesCom verließ dachte ich mir eigentlich das ich genug gemacht habe. Doch am Samstag wurde ich von dem Gegenteil überzeugt. Und was es am Samstag zu sehen gab? Das lest ihr irgendwann in ferner Zukunft. Oder auch nicht. Mal schauen.

 

Mit freundlichen Grüßen, euer TerrasKeyblade!

 von Links nach rechts: TerrasKeyBlade, Liver, Toto, Lamy

Text: TerrasKeyblade (der Bericht wurde bereits 2011 auf centraconnection.net veröffentlicht)
Fotos: Lamy

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