Hanami 2012

Hanami 2012

Die Hanami in Ludwigshafen ist eine Veranstaltung rund um das Thema Manga/Anime und japanischer Lebenskultur. Von 2006 bis 2011 fand die Hanami im dasHaus statt. 2012, also dieses Jahr, zog die Convention in ein neues Gebäude, welches nicht weit entfernt liegt: Den Pfalzbau am Theaterplatz.
Eine neue und größere Location ist immer aufregend und etwas Neues für alle – wenn auch manchen alten Hasen die neue Halle bereits bekannt ist. Im Pfalzbau fand 2006 die letzte Conneko statt, eine themenverwandte Convention.

Wir von Kotomi waren vor Ort und wollen über die Hanami 2012 berichten.

Der Samstag

Da wir unsere Heimat in Koblenz haben, fuhren wir mit dem Auto knapp 160km bis nach Ludwigshafen. Das Wetter war leider an diesem Wochenende nicht das Beste und das sollte bis auf ein paar sonnige Abschnitte so bleiben. Der Einlass zur Convention sollte laut Plan um 10:30 Uhr beginnen. Also kamen wir gegen 11:00 Uhr an. Gespannt machten wir uns vom nahegelegenen Parkhaus auf zur Location (das Parkhaus am Pfalzbau konnten wir leider nicht nutzen, da es bereits voll besetzt war). Neben einem großen Zelt, in dem die meisten Händler untergebracht waren, gab es noch weitere kleine Zelte mit Spielbuden, japanischer Massage, einen Imbiss und vieles mehr.

Vor dem Eingang bildete sich schon eine riesige Schlange mit Besuchern, die ihre vorbestellten Tickets abholen wollten. Die Wartezeit war enorm, obwohl jeder Besucher die Möglichkeit hatte, seine vorbestellte Karte per Post für den kleinen Preis von 2 Euro zugesandt zu bekommen. Im Eingangsbereich angekommen musste man mittels einem QR-Code, der hinten auf der Eintrittskarte angebracht war, durch eine elektronische Eintrittkontrolle. Ging man hinein, ertönte ein “Welcome” und ebenso wurde man beim Verlassen mit einem akustischem “Good Bye” verabschiedet.
Im Erdgeschoss gab es, wie schon auf dem Vorplatz viel zu entdecken: Diverse Stände von Händlern und Vereinen wie z.B. Animexx e.V., CosDay e.V., Moonflow, Vanillas Traumfabrik und viele weitere  fanden dort ihren Platz.

Schlenderte der Besucher ein paar Meter weiter, so erreichte er den Bring & Buy, den Gamesroom sowie die Workshopräume 1 + 2 und das Info-Büro. Etwas weiter abgelegen befanden sich Video- und Karaokeraum. Im Videoraum liefen an beiden Convention-Tagen von morgens bis abends diverse Anime wie z.B. Usagi Drop, Black Rock Shooter, Angel Beats, Naruto, RIN, Gosick, Maid-sama, Madoka Magica, SteinsGate, Bleach und viele, viele mehr.

Im ersten Stock gab es neben dem Konzertsaal auch noch das Maid-Cafe “Maido no Kisetsu” und die “Chillout-Zone”. Dort konnte man sich auch nochmal mit kleinen Snacks stärken. Ebenso war auf dieser Ebene der Kammersaal. Am Samstag wurden dort drei Tanzworkshops für den bevorstehenden Kostümball durchgeführt. Sonntags war in diesem Saal der Host Club zu finden.

Nachdem wir uns einen Überblick über die Hanami gemacht hatten, verließen wir das Gebäude um uns etwas zu stärken. Währendessen liefen die Workshops Cosplay-Fotografie für Anfänger, Japanisch mit Manga, Waffen und Rüstungen bauen sowie Fotografie mit Jürgen Kendzior. Im Konzertsaal traten in der Zwischenzeit  TnS mit ihrem aktuellen Programm „Das letzte Einhorn“ und das Gesangsduo StickyDango auf.  Ebenfalls wurde auch das traditionelle 1,2 oder 3 Quiz ausgetragen. In der alten Location, dasHaus, fand derweil ein Workshop statt: Japanisch Kochen. Von 14:45 bis 16:45 Uhr konnte jeder gegen eine Gebühr von nur 5 Euro lernen eine Variation verschiedener japanischer Gerichte zu kochen.

Als wir wieder vor Ort waren begaben wir uns direkt in den Konzertsaal, in dem bereits Ongaku no Kara ihre Musik zum Besten gaben. Vor allem das letzte Lied, eine Mischung aus diversen Disneyliedern, kam bei den Besuchern besonders gut an. Ongaku no Kara ist eine Gruppe, die mit einer Mischung aus Anime Openings, Disneysongs, JRock sowie JPop Klassiker auftreten.

Im Anschluss daran wurde der Cosplay Wettbewerb ausgetragen. Dieser wurde vom CosDay Frankfurt organisiert und geleitet. Es gab 3 Einzel- und 5 Paar/Gruppenauftritte zu sehen. Leider spielte die Technik nicht mit und so wurde es oft etwas unangenehm für die Ohren, was nicht zwangsläufig an der Darbietung der Teilnehmern lag. Während wir also den Cosplay Wettbewerb verfolgten, fanden parallel weitere Workshops statt: Kalligrafie, DCM-Panel, Dubbing und Origami.

Nach dem Cosplay Wettbwerb wurde ein Kurzfilm gezeigt: PatchiUpdate. Dieser erstaunliche und gefühlvolle 10-minütige Anime wurde von den Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg kreiert. Leider war aber auch hier der Ton viel zu laut eingestellt. Nach der ersten Vorstellung wurde der Kurzfilm direkt wiederholt – Einen Sinn in dieser prompten Wiederholung fanden wir allerdings nicht.

Da wir uns auf jeden Fall die Lolita Modenschau ansehen wollten, blieben wir im Saal und schauten uns noch die Showgruppe Renai Revolution an. Die Mitglieder dieser Gruppe haben sich dem Thema JPop gewidmet und zeigen dies auch auf der Bühne. Abgesehen vom Gesang der jungen Mädels waren die Tanzeinlagen und die Outfits schön anzusehen.

Endlich war es dann soweit und die Lolita Modenschau – präsentiert vom Candy Day Frankfurt – startete. Die Show wurde in zwei Teilen präsentiert. Es wurde auch einiges zu den Stilen und Merkmalen der Lolita Outfits erklärt und jeder Stil einzeln anhand der Models gezeigt.

Inzwischen gab es auch weitere Workshops: Zeichnen mit David Füleki & Daniela Winkler, Panel: Animeindustrie in Deutschland.

Da das Wetter aber immer schlechter wurde und uns der Yaoi sowie Fanfiction Workshop nicht zusagten, fuhren wir schon relativ früh, gegen 20:00 Uhr wieder in Richtung Heimat.

 

Der Sonntag

Am zweiten Tag brachen wir etwas früher auf und waren gegen 10:30 Uhr in Ludwigshafen. Auch an diesem Tag schien das Wetter nicht auf unserer Seite zu sein. Jedoch waren die Zeiträume zwischen den einzelnen Regenschauern sonniger als am Tag zuvor. Da wir uns erst mit einigen Freunden und Bekannten unterhielten, verpassten wir X’n’Y im Konzertsaal. Ebenso lief bereits der Shogi Workshop. Gegen Mittag betraten wir das Gebäude und wurden direkt wieder von der freundlichen Computerstimme (aus dem Spiel Portal) mit einem “Welcome” begrüßt. Angemerkt sei hierbei, dass wir persönlich bislang nur negatives Feedback bezüglich dieser neuen Tradition hörten.

Wir sahen uns noch ein weiteres mal  im Erdgeschoss beim Bring & Buy und Gamesroom um. Im Gamesroom, der von SVvAMP organisiert wurde, gab es viele tolle Spiele auf diversen Konsolen zum zocken. Samstag sowie am Sonntag wurden auch Wettbewerbe ausgefochten, wie zum Beispiel Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm Generations, Dance Dance Revolution oder auch Street Fighter X Tekken. An den Konsolen, die im ganzen Raum verteilt waren konnte man Spiele wie Super Smash Bros. Brawl, Mario Kart oder (wie schon genannt) Dance Dance Revolution spielen.

Wir wechselten nach unserem Rundgang im Erdgeschoss in den ersten Stock. Dort trat gerade die Showgruppe K!seki auf. Einen kurzen Blick warfen wir danach auch in den Workshopraum 3 (Kammersaal), wo den ganzen Tag lang der Host Club zu finden war.

Wir entschieden uns das Maid Cafe zu besuchen und uns eine Kleinigkeit zu gönnen. Die Tische im Maid Cafe waren ein bisschen zu großzügig aufgestellt, die Maids stets freundlich. Auf einer Speisekarte gab es eine kleine Auswahl an Kuchen, Torten, Eis und verschiedenen Getränken. Wir entschieden uns für Vanille- und Erdbeermilch. Leider erklärte die Maid, dass es gerade keine frischen Gläser gab. Kaffee gab es ebenso wenig, da auch die Tassen ausgegangen waren. So blieb uns neben einem Stück Kuchen nur ein Kaltgetränk aus der Flasche. Das wir so enttäuscht würden, hätten wir nicht gedacht.

Nach dem Besuch im Maid Cafe haben wir erneut das Händlerzelt aufgesucht. Auf dem Weg dahin kamen wir wieder am Konzertsaal vorbei. Da fand gerade die Miss und Mister Hanami Wahl statt. Zeitgleich liefen auch bereits weitere Workshops: Cosplay-Fotografie für Fortgeschrittene sowie Performance on Stage.
Das Händlerzelt war wie am Tag zuvor sehr gut besucht, teilweise musste man sich durch die Massen drücken. Das war auch kein Wunder, konnte man auch ohne Eintrittskarte der Hanami das Händlerzelt betreten. Dies war natürlich auch positiv für die Händler.

Nach unserem Rundgang auf dem Gelände gingen wir wieder zum Konzertsaal, in dem gerade abermals der Kurzfilm PatchiUpdate lief. Im Anschluss daran ging es mit den Taiko Trommeln weiter. Parallel dazu starteten auch weitere Workshops: Waffen und Rüstungen bauen und Arbeiten mit Fimo. Zwei Straßen weiter gab es auch noch Rahmenprogramm: Im Rathaus-Center fand von 14:00 bis 16:00 Uhr der Workshop “Morgenstadt” statt.

Nachdem wir uns die großartigen Taiko Trommeln angeschaut und -gehört hatten, kam der DCM (Deutsche Cosplay Meisterschaft) Vorentscheid an die Reihe. Leider machte die Technik auch für die DCM keine Ausnahme und machte wie gewohnt Probleme. Ein Auftritt musste sogar wiederholt werden, da die Mikrofone nicht funktionierten und die Zuschauer nur sehr laute Musik und ein Gespräch hinter der Bühne zu hören bekamen. Insgesamt gab es nur 6 Auftritte und zwei Teams kamen weiter. Das erste Team (Ivonne V. als Queen Esther Blanchett und Janina B. als Lilith Sahl aus Trinity Blood) und als zweites Team (Janine B. als Mami Tomoe und Stefanie R. als Homura Akemi aus Puella Magi Madoka Magica) teilten sich den Einzug in das Finale auf der Frankfurter Buchmesse..

Nach dem DCM Vorentscheid gingen wir mit Freunden noch in eine nahegelegene Sushi Bar. Dadurch verpassten wir den Showact Mittsu no Kodou sowie auch die Abschlussveranstaltung. Der letzte Workshop des Tages, Cosplay Accessoires und Headdresses, neigte sich dann auch dem Ende.

Alles in allem war es eine tolle Convention, deren einzig große Kritikpunkte die Technik im großen Saal sowie das Wetter waren. Beim Letzteren kann natürlich niemand etwas ändern, aber die Organisation der Technik sollte unbedingt überdacht werden.
Wir werden jedenfalls auch nächstes Jahr wieder mit dabei sein – Denn was gibt es schöneres, als in der Frühlingszeit seine Bekannten wieder zu treffen, an einem Ort, der wie dafür gemacht ist.
Danke an die Organisatoren der Hanami und an die Helfer!

Webseite: www.hanami-ludwigshafen.de
Veranstaltungsort: Pfalzbau Ludwigshafen / Berliner Straße 30 / 67059 Ludwigshafen
Zeitraum: 05. Mai + 06. Mai 2012

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