DmC Vergil’s Downfall DLC Review

DmC Vergil’s Downfall DLC Review

In dieser Woche ist nun offiziell der Vergils Downfall DLC zu DmC Devil May Cry für alle Versionen erschienen. Vorbestellern mit Code war der DLC zwar schon seit Ende Februar verfügbar, doch nun liegt die (mehr oder minder) endgültige Version allen vor. Hier kommt unsere Meinung dazu.

(ACHTUNG, im zweiten Story-Abschnitt herrscht Spoilergefahr!)

 

Story
Vergils Downfall befasst sich mit der Situation Vergils, in welche er nach dem Ende vom eigentlichen Game gerät. Er beginnt seine Reise in der Dämonenwelt und trifft auf seine und Dantes Mutter Eva, welche ihn dazu drängt wieder in die Welt der Menschen zurück zu kehren. Auf seinem Weg trifft er auf Dante und Kat, die jedoch ganz anders reagieren als wir es bislang von ihnen kennen und Vergil provozieren und den Hass in ihm schüren.
Langsam kämpft er sich voran und verändert sich dabei nach und nach immer mehr.

Fans wird der Kontrast zwischen dem bereits aus den Originalspielen bekannten Vergil extrem aufgefallen sein, Ninja Theory versprach allerdings bereits dass das Reboot zeigen soll, wie alles zu dem gekommen ist wie man es bereits erlebt hat, in Vergils Downfall erklären sie nun, wie aus dem Business-Vergil der machtversessene Bösewicht wird.
Der Vertrauensbruch am Ende des Games hat bereits auf seine wahren Absichten hingewiesen, dennoch vertraute er in die Menschlichkeit seiner selbst und in seine Verbündeten. In seinem DLC erleben wir, wie dieses Vertrauen nach und nach gebrochen wird, jedoch nicht von den eigentlichen Personen, mehr sind es die Illusionen dieser in der Dämonenwelt die seine Befürchtungen wahr werden lassen. Seine Dämonenseite unterstützt dabei die auftretenden Hassgefühle gegenüber Dante und Kat, so das wir seine Wandlung deutlich beobachten können und es nachvollziehbar wird, warum er Menschen und seinen Bruder so sehr hasst und nach mehr Macht strebt.
Während wir zu Beginn des DLCs den ‚menschlichen Vergil‘ haben, beenden wir ihn mit dem Vergil, den wir in DMC3 kennen gelernt haben.

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Seine Wandlung begründen Ninja Theory plausibel und nachvollziehbar, des Weiteren herrscht eine Abwechslung zwischen normalen Cutscenes und jenen im Comic-Stil, eine Anspielung auf die zugehören DmC Comics (erhältlich in Deutschland ab Mitte Frühjahr), welche die Basis für das Spiel legen und sich mit der Situation Vergils und Kats vor dem Beginn der eigentlichen Story auseinandersetzen.

 

Gameplay

In Sachen Gegner hat sich nicht all zu viel getan, nur wenige Neue kommen hinzu. Dennoch wird es nicht langweilig, denn die Steuerung Vergils ist definitiv etwas neues.
Während Dantes Bewegungen langsamer und kraftvoller sind, agiert Vergil schnell. Vielleicht etwas zu schnell. Ein beliebtes Problem ist beispielsweiße die Pull-Funktion. Mit Vergil kann man keine Gegner zu sich ziehen, jedoch ist es möglich, sich zu jedem Gegner zu ‚beamen‘, in welchem eines der beschwörten Schwerter (Schusswaffenersatz) steckt. Dies geschieht schnell und ist von der Tastenbelegung her gleich mit dem Demon-Pull, so das es anfangs sehr leicht passieren kann, das man sich zu in der Luft befindenden Gegnern bewegt, diese besiegt und dann abstürzt, weil unter Vergil kein Boden mehr war, keine Gegner in Reichweite sind und der Sprung nicht weit genug ist um wieder auf eine Oberfläche zu gelangen. Da lohnt sich die Trainingsfunktion erneut, diese ist für Vergil ebenfalls verfügbar.
An der Teleport-Funktion hätte allgemein etwas mehr gearbeitet werden sollen, denn diverse kleine Grafikfehler wenn man diese nutzt stören ebenfalls das Spielerlebnis.

In Sachen Waffen hat man weniger Auswahl als bei Dante, hauptsächlich kämpft man mit dem Schwert Yamato, den summoned Swords und mit Vergils Devil Trigger. Die Items sind uns jedoch alle erhalten geblieben.
Leichter oder weniger spaßig machen der Waffenverlust das Spiel allerdings nicht, die Level sind durchaus fordernd genug um das auszugleichen.

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Fazit
Anstatt der versprochenen sechs Stunden zusätzlicher Spielzeit benötigt man für einen Durchlauf maximal drei, enttäuschend ist zudem noch, das es keine freischaltbaren Dinge außer weiteren Schwierigkeitsstufen gibt, es existieren nur zehn Trophäen und der Bloody Palace ist mit Vergil bislang auch nicht zu bestreiten.
Da sich Ninja Theory allerdings noch bedeckt bezüglich weiterer Aussagen über zukünftige DmC Extras halten, sollte man die Hoffnung noch nicht aufgeben.
Bugs und Kameraprobleme zügeln den Spielspaß ebenfalls, jedoch ist die Story gut, die Orchester-Musik verleiht Vergil seinen gewohnten Stil und im Vergleich zu seinem Extra in DMC3 hat er sein eleganteres Steuerungsfeeling behalten und sogar diesmal mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Deshalb erhält der Vergils Downfall DLC eine Bewertung von 5 von 10 möglichen Punkten.

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