Rain Review

Rain Review

Rain

Vor ein paar Monaten hatten wir bereits von Sony’s Rain berichtet, damals nur von der Demo, welche auf der diesjährigen Gamescom anspielbar war. Heute geht es nun um die Vollversion, welche für 12,99 Euro ausschließlich im PSN Store digital zu erwerben ist.
Wer sich das Spiel noch vor dem 1. Oktober vorbestellt hat, bekam mit dem Download auch noch ein interaktives Design, Avatare und den Mini-Soundtrack dazu.

 

Story
Rain erzählt die Geschichte von einem Mädchen, welches von einer seltsamen Gestalt verfolgt wird. Besonders ist dabei allerdings, dass man sowohl Mädchen als auch Gestalt nur im Regen sehen kann, an trockenen Plätzen sind sie beide unsichtbar und können einander nicht sehen.
Ein Junge, aufgrund einer Erkältung allein zu Haus, schaut aus dem Fenster und erblickt die zwei Gestalten im Regen. Er möchte dem Mädchen helfen, durchschreitet ein Tor und erlangt so ebenfalls die zeitweiße unsichtbare Form.
Ziel des Spiels ist dem Mädchen zu helfen und dafür zu sorgen, das weder sie noch man selbst von der unbekannten Gestalt und dessen Kreaturen getötet wird.

Erzählt wird die Geschichte der beiden Kinder in Textform, es fällt kein Wort. Einzelne Textpassagen werden immer wieder eingeblendet und verdeutlichen und erörtern was man sich anhand des Spielgeschehens allerdings auch selbst zusammen reimen könnte.
Die Umgebung wirkt durch den konstanten Regen und die nächtliche Zeitspanne sehr trüb, düster und melancholisch, die Klaviermusik im Hintergrund untermalt dies ebenfalls. Überwiegend sind die Lieder selbst komponiert, jedoch begegnet dem Spieler auch immer wieder ein sehr bekanntes Stück der klassischen Musik, Debussy’s Claire de Lune.

 

Gameplay
Die Interaktion in Rain erfolgt mittels simplen Aktionen. Es ist dem Spieler möglich zu gehen, rennen, springen und klettern, ebenfalls mit Gegenständen in der Umgebung zu interagieren.
Ganz dem Geschicklichkeits-Genre treu muss man also alles nutzen um voran zu kommen.
Ein Beispiel hierfür ist die Kombination von Aktionen und der Eigenschaft im Trockenen unsichtbar zu sein. Um dem Mädchen zu helfen lenkt man also beispielsweise erst die Gestalt ab, rennt unter einen Vorsprung, klettert dort eine Treppe hoch und schiebt von oben eine Kiste hinunter auf die Gestalt um sie zu vertreiben.
Dies funktioniert relativ flüssig, manchmal wirken die Aktionen beim Ausführen etwas träge und ebenfalls ist nicht immer alles ganz logisch. Während man sich im einen Moment noch an der anderthalb Mal größeren Mauer hochziehen kann, kann man im nächsten nicht auf einen Kasten springen, welcher kaum halb so groß wie die Figur ist.

Was Gegner betrifft, so gibt es dort einiges an Abwechslung. Von friedlichen Giraffen-ähnlichen Gestalten, die keinerlei Interesse an euch haben, bis hin zu kleinen Käfern, welche auf euch springen und euch zu Tode beißen, gibt es doch so einiges. Man muss allerdings nicht viel denken um diese zu überlisten. Oft funktioniert das gleiche Prinzip; Sich selbst im Trockenen aufhalten oder deren nasse Fußspuren unter Dächern beobachten und sich leise an ihnen vorbei schleichen.
Braucht man dann doch Mal Hilfe, kann man sich mit einem Klick auf den Select-Button einen Hinweis geben lassen.

Letztendlich muss man dann acht Kapitel meistern, welche unterschiedlich lang sind. In jedem Kapitel gibt es zwischen zwei und vier Kapitelspeicherpunkte, diese könnt ihr später im Menü auswählen und so ab diesem Punkt weiter spielen, diese Funktion steht euch allerdings erst nach dem ersten Durchlauf zur Verfügung. Dazu gibt es dann auch noch ein kleines Feature; Die Erinnerungen.
Diese sind in der ganzen Stadt versteckt, drei je Kapitel, manche sind offensichtlich platziert und man muss herausfinden wie man den Platz erreicht, andere befinden sich an leicht erreichbaren Stellen, müssen aber aktiviert werden indem man sich ihnen nähert, ansonsten sieht man sie nicht.
Hat man etwas Erfahrung mit solchen Aufgaben in Games und schaut sich ein wenig um, gestaltet sich die Suche nach den weiß leuchtenden Kugeln als nicht sehr anspruchsvoll.

Hat man die Story durchgespielt und alle Erinnerungen gefunden ist man 12 PSN-Trophäen reicher – Platin gibt’s für Rain allerdings nicht.

 

Fazit
Stilistisch erinnert Rain sehr an LIMBO. Die Umgebung und die Beziehung der Charaktere sind liebevoll gestaltet und die Stimmung steckt fast schon an, jedoch scheint es, als hat man sich auf diese Aspekte zu sehr konzentriert.
Die Rätsel und Aufgaben sind nicht sonderlich herausfordernd, das Gleiche gilt auch für die gegnerischen Gestalten.
Die Story überrascht nur wenig und das Ende ist ebenfalls nicht sehr überzeugend, ich persönlich habe sogar etwas mehr erwartet, war allerdings auch nicht unbedingt enttäuscht.

Letztendlich ist Rain mit einer Spielzeit von ca. 3 Stunden ein nettes Spiel für einen verregneten Nachmittag und hat bei weitem mehr Potenzial als genutzt wurde und meiner Meinung nach ist es die 12,99 Euro leider nicht wert.
Im Rating erhält es von mir 4 von 10 Punkten.

 
 

Ein Gedanke zu „Rain Review

Kommentare sind geschlossen.

Kommentare sind geschlossen.