Review: Das Schwarze Auge – Blackguards

Review: Das Schwarze Auge – Blackguards

 

 

Wir haben bereits einige News dazu geschrieben – nun ist er da, der neueste Teil der „Das Schwarze Auge“ Reihe. Blackguards entführt die Spieler erneut nach Aventurien, um genau zu sein in den wilden Süden. Die Story kann man eigentlich schnell zusammenfassen: Als verurteilter Mörder ist der Spieler zusammen mit einem psychopathischen Zwerg, einem lüsternen Zauberer und weiteren Antihelden auf der Flucht vor dem Gesetz. Als wenn das nicht schon genug wäre, ist die Truppe auch noch die letzte Hoffnung des Reiches.

 

Nach dem Spielstart wird man dazu aufgefordert seinen Charakter zu erstellen. In einem Menü können Klasse, Geschlecht und der Name gewählt werden. Das Aussehen kann der Spieler auch verändern, jedoch steht nur eine begrenzte Auswahl an Charakter Designs zur Verfügung.
Ist man mit seinem Charakter zufrieden geht es auch gleich los. Nach einem kurzen Einführungsvideo kämpft man sogleich gegen eine Bestie. Damit startet auch ein Tutorial, welches das Kampfsystem erklärt. Das Tutorial lässt sich zwar in den Einstellungen deaktivieren, aber für Neueinsteiger ist es sehr nützlich. Im Laufe des Spiels gibt es immer wieder neue Tutorials, immer dann wenn es neue Möglichkeiten gibt oder Aktionen zum ersten Mal ausgeführt werden können.

 

Die Kampfschauplätze sind in einem Wabenmuster angelegt, auf denen die Charaktere bewegt werden. Ebenso stehen auf manchen Schlachtfeldern Gegenstände wie Grabsteine oder Möbel, hinter denen Schutz gesucht werden kann. Da ich einen Krieger gewählt habe, gehe ich zum Nahkampf über und stelle mich einer Bestie, die gerade Prinzessin Elanor angreift. Für Interaktionen steht dem Spieler ein Ring mit diversen Punkten zur Auswahl, zum Beispiel Nahkampf, Zauber, Heilen und vieles mehr. Da wir noch ganz am Anfang des Spiels stehen gibt es natürlich noch nicht so viel zum auswählen.

 


Eine der vielen verschiedenen Battlemaps, gut zu erkennen ist das Wabenmuster

 

Nach einem erfolgreichem Kampf gegen die Bestie passiert natürlich das, was man auch aus Film und Fernsehen kennt: Man wird mit der, von dem Monster getöteten Leiche entdeckt und selbstverständlich wirkt es so, als sei man der Mörder. Nach einer weiteren Videosequenz und Folter befinden wir uns im Gefängnis. Da wir glücklicherweise nicht allein sind, werden wir von einem Zwerg befreit und nun gilt es, aus dem Gefängnis auszubrechen. So hangeln wir uns von Kampf zu Kampf, bekommen mehr Routine in der Steuerung und ein weiterer Gefährte schließt sich uns an – ein Zauberer. Dadurch erlernen wir in einem Tutorial wie man Zauber anwendet. Nach erfolgreichem Kampf gibt es Erfahrungspunkte und man kann die besiegten Gegner plündern. So mancher Gegenstand kann für die eigenen Charaktere genutzt oder später verkauft werden. So geht es einmal durch das Gefängnis bis wir draußen sind.

 

An einem Lagerfeuer mit unseren drei „etwas anderen“ Helden ergibt sich wieder eine Gesprächsrunde. Die Charaktere sprechen auch im Spielfluss öfter miteinander – unterstützt wird dies von der Sprachausgabe. Hin und wieder erscheint auch eine Auswahl, was der eigene Charakter fragen oder sagen soll. Die Auswahl hat nicht nur Auswirkungen im Spielverlauf sondern ebenfalls auf das Ende des Spiels.

 

Ab diesem Punkt ist es auch möglich die Weltkarte zu nutzen. Anfangs steht auch hier nur eine Stadt zur Auswahl in die wir reisen sollen. Weitere Orte werden im weiteren Verlauf freigeschaltet.
Nachdem wir also in die erste Stadt gereist sind, ergeben sich dem Spieler viele weitere Möglichkeiten: Dort gibt es ein Gasthaus zum Übernachten, einen Heiler der die Gesundheit der Charaktere wiederherstellt, einen Schmied und einen Händler. Beim Händler gibt es eine größere Auswahl an Waffen, Rüstungen und Items zu kaufen, andererseits kann man Gegenstände aus dem eigenen Inventar verkaufen.

 


Eine Stadt mit all ihren Angeboten, zu erkennen an den Symbolen

 


Beim Händler gibt es einiges zu kaufen. Oder man verkauft ihm seine Gegenstände.

 

In der Stadt ist es außerdem möglich weitere Quests anzunehmen. Blackguards verfügt nämlich über ein Questsystem. Neben der Hauptquest, die sich durch das ganze Spiel zieht gibt es auch viele Nebenquests.
Schauen wir nun auf das Menü oben rechts so finden wir dazu alle Buttons. Dort finden wir den Charakterbogen, das Inventar und auch das Questlog.

Im Charakterbogen können einige Werte nach und nach aufgerüstet werden. So gibt es zum Beispiel die Kategorien Grundwerte, Waffen, Zaubertalente und Sonderfertigkeiten. So kann jeder Charakter in der Runde speziell weiterentwickelt werden, ob Nahkampf mit Zweihändern, Fernkampf mit dem Bogen oder Zauber. Es gibt eine Vielzahl von Attributen auf die der Spieler eingehen kann. Das ganze wird mit Punkten, die man bei Kämpfen erhält aufgewertet.

 


Der Charakterbogen, hier lässt sich viel erlernen.

 

Im Questlog kann man sich die aktuell laufenden Quests anschauen oder bereits erledigte anzeigen lassen. Im Menü lässt sich auch filtern ob die Hauptquest oder die Nebenquests angezeigt wird.
Im Inventar gibt es – eigentlich selbsterklärend – alles zu sehen was unsere Helden mit sich oder am Körper tragen. In diesem Menü lassen sich Rüstungselemente wie Hosen und Handschuhe sowie auch die Waffen anlegen. Positiv ist das Voreinstellen von bis zu drei Belegungen der Hände. So können je nach Taktik verschiedene Waffen getragen werden. Es ist also auch möglich neben Pfeil und Bogen ein Schwert anzulegen. Im Kampf lässt sich nämlich über den Auswahlring auch die Belegung der Hände wechseln. Hat man im laufenden Kampf zum Beispiel keine Pfeile mehr wechselt man auf eine andere Waffe.

 


Im Inventar ist alles Übersichtlich aufgelistet.

 


Was müssen wir erledigen, wo müssen wir hin? Das Questlog sagt es uns.

 

Alles in allem ist Das Schwarze Auge: Blackguards ein sehr schönes RPG mit sehr vielen Möglichkeiten. Die rund 200 Battlemaps sind vielseitig und interaktiv gestaltet. Mit den verschiedenen Entscheidungen bei Gesprächen und den daraus resultierenden Konsequenzen wirkt das Spiel nicht starr – somit sind auch verschiedene Enden möglich. Die Dialoge mit Sprachausgabe der Charaktere sind ebenfalls sehr gut umgesetzt und das ein oder andere Mal gibt es auch etwas zu lachen. Spielbar ist Blackguards auf Windows PC und Mac OS.

 

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Webseite: blackguards.de

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