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17.06.2014 18:44 | von Toto

 

 

Die Dokomi 2014 stand unter einem guten Stern: Das Wetter war herrlich und die Halle klimatisiert. Bevor wir mit der Berichterstattung anfangen muss das unbedingt lobend erwähnt werden: Es war so angenehm wie noch auf keiner deutschen Convention zuvor!
Als wir das Messegelände samstags gegen kurz vor 10 erreichten, glaubten wir unseren Augen nicht: Es gab drei Schlangen, die sich ein paar 100 Meter lang zogen für Besucher, die ihre Tickets abholten, noch kaufen mussten und Besucher, die die Halle betreten wollten.
In der Halle angekommen, galt es erst mal, sich zu orientieren. Ich persönlich verlaufe mich sehr schnell in diesem Gebäude, da für mich alles gleich ausschaut. Gut – Dann sieht man wenigstens was von der Con! Man muss ja alles positiv sehen.

Eines unserer ersten Ziele war die Zeichnerallee. Über 90 Nachwuchskünstler konnten dort ihre Werke präsentieren und verkaufen, zeichneten in Con-Hons oder zeichneten einfach vor sich hin. Eine so große Zeichnerpassage haben wir zuvor noch nie gesehen.

Die Fashion Area, die sich in der Nähe befand, beherbergte ebenfalls einige kreative Köpfe. So wurden dort neben selbst gebasteltem Schmuck auch Kleider verkauft oder Strümpfe. Der Hauptaugenmerk lag dabei auf der Lolita Mode und somit war es kaum verwunderlich, dass die angebotenen Dinge entweder glitzerten, pastellfarbig oder und vor allen Dingen sehr feminin wirkten.

 

 

Genau genommen gab es zwei Händlerbereiche. Beide waren stets gut besucht, aber so gestaltet, dass man sich beim schauen weder im Weg stand, noch aneinander vorbei quetschen musste. Es war voll, aber es war erträglich. Ein großer Pluspunkt!

Das Maid Café war, wie auf allen Conventions, zu jeder Zeit gut besucht. Die Leute standen Schlange um die Süßigkeiten zu probieren und sich ein wenig vom Con-Stress zu erholen.

Und als Pendant konnten die Besucher sich auch für einen Besuch beim Host Club entscheiden. Dieser teilte sich den Raum mit der Cosplaystage und so gab es dort rund um die Uhr immer Trubel.
Wie in den letzten Jahren fand auf der Cosplaystage ein normaler Cosplaywettbewerb statt, die Lolita Modenshow und weitere kleine Acts.

Bei der Lolita Modenshow wurden wie üblich verschiedene Stile der Mode einzeln vorgestellt. Ebenso wurde verraten, um welche Lables es sich handelt und wie das Outfit kombiniert wurde.

 

 

Der Bring & Buy war gut besucht und der Besucheransturm war durch separate Ein- und Ausgänge gut geregelt.
Apropos Besucheransturm:

Die große Aula
Bevor wir zu den einzelnen Auftritten, Wettbewerben und Showgruppen kommen, möchten wir unbedingt die Organisation der großen Aula erwähnen. Denn diese war unterirdisch schlecht! Obwohl bei den großen Programmpunkten der Saal nur zu rund 70-80% gefüllt war, ließen die Mitarbeiter der Messe sowie die Helfer selten noch weitere Besucher in die Halle. Sie wurden draußen abgehalten und mit einem klagenden Winken in die Halle gelassen. Mit drei Freundinnen stand ich an um die Aula zu betreten; Lamy war bereits vor Ort und hatte mir einen Platz freigehalten. Natürlich waren wir per SMS in Kontakt. Als ich ihm sagte, dass ich in der Warteschlange stand, weil der Saal wohl zu voll sei, antwortete er, dass rund um ihn herum und an den Seiten massenhaft freie Sitze seien. Und als wir ca. 10 Minuten später endlich in die Halle gelassen wurden („Vier Personen? Das geht grad noch“), mussten wir einem Helfer nachlaufen, der uns zu den Sitzplätzen begleitete, die er für uns aussuchte. Und es stimmte: In der Halle war mehr als genug Platz und genau aus diesem Grund, habe ich mich auch aus der kleinen Gruppe entfernt und habe mich zu Lamy gesetzt, die drei Freundinnen kamen später nach.
Das ist nur eines von zahlreichen Beispielen, die wir an diesem Wochenende erleben mussten. Aber es kommt noch besser:
Zwischen dem Konzert von Yuimino+ und dem Eurocosplay saßen wir in der Halle – Glücklicherweise. Neben zahlreichen, unterschiedlichen Anweisungen von den Helfern und der Moderatorin auf der Bühne, die entweder lauteten, dass man aufstehen solle, aufrücken solle, sitzen bleiben solle usw. wurden alle, die rechtzeitig zum Eurocosplay in der Halle waren auch noch bestraft!
Die Plätze in der mittleren Reihe mussten freigemacht werden, alle Besucher, die sich momentan in der Halle befanden auf den rechten Flügel ausweichen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Weil die Besucher nicht einfach in die Halle gelassen wurden, dauerte das Prozedere oft rund um die 40 Minuten! Da ist es natürlich kein Wunder, dass jeder Programmpunkt ca. eine Stunde Verzögerung hatte. Wir waren maßlos enttäuscht.

K!seki
Die erste Showgruppe, die wir uns an diesem Wochenende anschauten war K!seki. Diese hatten ein Pokemon-Stück einstudiert, das 10 Jahre nach der Serie spielte: Die Charaktere waren also endlich im jungen Erwachsenenalter. Die Geschichte an sich war relativ spannend, leider manchmal etwas überzogen. Der Gesang war live und aufgrund der aktiven Tänze, ging da manchmal etwas daneben – Es hat dennoch Spaß gemacht, der Gruppe zuzuschauen!
Im Jahr 2015 pausiert die Showgruppe allerdings, 2016 werden sie jedoch wieder dabei sein. Wir freuen uns drauf.

 

Die Charakterversteigerung
Zur Charakterversteigerung haben wir im Kotomi-Team eine ziemlich unterschiedliche Meinung. Für einen guten Zweck bieten sich Cosplayer, Maids, etc auf der Bühne an und können für zwei Stunden auf der Con ersteigert werden.
Die Preise, die geboten worden waren teilweise unglaublich: So ersteigerte ein Besucher fünf Maids für sage und schreibe 850 Euro, ein kaum bekleidetes Catgirl ging für immerhin 100 Euro über den Tisch, der Rest der versteigerten Menschen belief sich auf ca. 50 – 80 Euro.

 

 

Yuimino+
Die drei Japanerinnen waren schon mal bei uns in Deutschland, erfreuen sich also an einer kleinen Fanbase. Obwohl beim Einlass ein riesen Chaos herrschte (wir erwähnten dies oben bereits bei der Organisation der großen Aula), liesen sich ein paar Fans nicht die Stimmung verderben – Ich leider schon. Schade, Dokomi, schade.
Wie jeder Ehrengast waren Yuimino+ bemüht ein paar deutsche Sätze zu sprechen und das kam bei den Besuchern natürlich gut an. Allerdings war ihr Gesang Playback, was ich persönlich ziemlich schade finde.
Das Highlight der kleinen Gruppe war allerdings ihr fan-nahes Verhalten! Sie haben das Publikum in ihrer Show super mit einbezogen, teilten Fotos und Videos mit ihnen und alberten rum.
Nach sechs Songs spielten sie eine Zugabe, einen Remix der beliebtesten Lieder, obwohl sie bereits lange über dem Zeitplan waren, aber das war ja nicht ihre Schuld.
Die drei haben auf jeden Fall großen Spaß gemacht, als die Wut über die Hallenorganisation erst mal verflogen war.

 

 

Der Gamesroom war wie in den letzten Jahren wieder neben dem Maid-Cafe zu finden. Das Motto des Gamesroom war “Back to the Arcarde Part III” – im stylischen Back to the Future-Logo. Neben guten alten Arcarde Games gab es natürlich auch aktuelle Titel zum anspielen. Von Mario Kart auf dem SNES, Super Smash Bros. Brawl auf der Leinwand oder das klassische Dance Dance Revolution. Es gab einiges zum zocken. Auch das neue Mario Kart 8 gab es vor Ort. An über 20 verschiedenen Stationen konnte miteinander oder auch alleine gespielt werden.

 

 

Alles in allem war die Dokomi auch in diesem Jahr definitiv wieder einen Besuch wert. Und wer weiß – in ein paar Jahren könnte sie vielleicht zur größten Con in Deutschland werden, wenn die steigende Entwicklung so beibehalten wird. Denn Platz zum wachsen hat das Event auf jeden Fall! Zusätzlich zur Location befindet sich gleich in der Nähe der große Park mit verschiedenen Grünanlagen, Brunnen und vielem mehr. Das zieht natürlich auch einige Cosplayer an, denn obwohl der Park voll ist, findet man schnell ein leeres Plätzchen um schöne Fotos zu schießen.

Der Besucherrekord liegt seit diesem Jahr bei über 17.000 Besuchern über zwei Tage und über 200 Ausstellern aus der Szene.

Die nächste DoKomi 2015 wird am 23. – 24. Mai 2015 im Congress Center Düsseldorf stattfinden!
Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf das nächste Jahr und freuen uns, auch dann wieder vor Ort zu sein.