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30.06.2014 18:00 | von Toto

 

Vom 21. bis zum 22. Juni 2014 öffnete die Wie.MAI.KAI zum wiederholten Male in Wiesbaden ihre Pforten für die Besucher.
Für uns war es der erste Besuch, seit die Convention in den (mittlerweile nicht mehr) neuen Räumen stattfindet und deswegen waren wir relativ gespannt auf das, was uns erwarten würde. Weil wir allerdings wussten, dass die Wie.MAI.KAI zu den kleinen Conventions gehört, haben wir unsere Erwartungen nicht allzu hoch angesiedelt, waren im Umkehrschluss aber positiv von den Showacts überrascht! Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Die Location liegt inmitten eine Wohnsiedlung und einen großen Park in der Nähe zum ausschwärmen haben wir zumindest nicht gefunden. Die Anwohner schienen allerdings sehr nett und tolerant, denn über Beleidigungen hatte sich niemand beschwert.
Das Bürgerhaus Kastel im Stadteil Mainz-Kastel dient als Veranstaltungshalle und ist auf den ersten Blick zwar ziemlich verwinkelt, aber so klein, dass man sich sehr schnell zurecht findet.

Das Erdgeschoss bot Platz für den Einlass, einen kleinen Händlerraum, für das Maid-Café und für Aussteller, die ihre Kreativität unter Beweis stellten. Durch das Maid-Café gelangte der Besucher ins Untergeschoss, in dem sich der Karaoke-Bereich befand, sowie der Gamesroom.
Im Obergeschoss befand sich der Bühnensaal (in etwa zu vergleichen mit der Größe des Saals der alten Hanami im “dasHaus”), ein weiterer kleiner Händlerraum, der Bring&Buy und ein Raum für Workshops und Animevorführungen.

Das Maid-Café war im Restaurant des Bürgerhauses Kastel und mit rosa Tischdecken und Bildern umdekoriert. Die Maids waren freundlich, trugen zur Abwechslung mal bunte Kleider und nicht das typische schwarz und die Preise waren super günstig. Wir können nicht wirklich Vergleiche zu anderen Maid Cafés ziehen, weil wir die auf den großen Cons stets meiden – Denn wir haben keine Lust uns so lange anzustellen, nur um dann da zu sitzen und eine Cola zu trinken. Schon allein deswegen waren wir begeistert vom Maid Café der Wie.MAI.KAI, denn es gab genügend Tische, Milchshakes, Kuchen und Gebäck und warten mussten wir auch nicht.
Das einzige, was fehlte, war die Möglichkeit mit den Maids zu spielen, aber dieses Angebot haben wir ohnehin noch nie zuvor genutzt und deswegen hat es uns persönlich auch wirklich nicht gestört.

Wir haben uns samstags viel Programm angesehen, es gab aber auch nicht wirklich so viel anderes zu tun, wenn man nicht gerade Lust auf Singen oder zocken hatte.
Um 10:45 startete die Eröffnungszeremonie mit Vorstellung einzelner Acts, Verlesung der Regeln usw. Der szenebekannte Shinji Schneider betrat ebenfalls die Bühne, erklärte, warum er nicht als Showact autreten kann und verließ diese danach wieder.

Gleich darauf folgte K!seki mit ihrer Show zu Pokémon. Zwar hatten wir das Programm bereits auf der DoKomi gesehen, aber zum einen war es unserer Begleitung noch nicht bekannt und andererseits hätte es sonst nichts gegeben, wofür wir uns interessiert hätten.
Das Stück spielt 10 Jahre nach der Serie: Die Charaktere waren also endlich im jungen Erwachsenenalter. Die Geschichte an sich war relativ spannend, leider manchmal etwas überzogen. Der Gesang war live und aufgrund der aktiven Tänze, ging da manchmal etwas daneben, klang aber insgesamt besser als auf der Dokomi – Es hat noch mal Spaß gemacht, der Gruppe zuzuschauen!
Im Jahr 2015 pausiert die Showgruppe allerdings, 2016 werden sie jedoch wieder dabei sein. Wir freuen uns drauf.

 

 

Was wir der Wie.MAI.KAI positiv anrechnen ist die Verzögerung im Programmablauf – Diese gab es nämlich nicht (bis zum Cosplay-Wettbewerb aber darauf kommen wir später zu sprechen)

Um 13:00 Uhr war es Zeit für Gekijô. Von dieser Showgruppe hatten wir bislang noch nichts gehört und klar – Sie feierten auf der Wie.MAI.KAI ihr Debut und wir waren positiv überrascht! Ihr Stück stand unter dem Zeichen von One Piece und mit teilweise wirklich außergewöhnlich guten Tanzacts haben sie die Charaktere ganz gut getroffen und das Publikum des öfteren in ihren Bann gezogen und oft zum Lachen gebracht. Wir drücken der Gruppe ganz fest die Daumen – Für ihr aller erstes Stück war es wirklich großartig und wir sind sehr gespannt darauf, noch mehr zu sehen! Ihren nächsten Auftritt haben Gekijô auf dem CosDay.

 

 

Kommen wir zu einem Programmpunkt, der, es tut uns Leid, grottenschlecht organisiert war – Der Cosplaywettbewerb. Die Moderation war langweilig, langatmig und die meiste Zeit hat die Moderatorin mit den Leuten hinter der Bühne geplaudert, oder mit den Teilnehmern und der Jury, selten mit dem Publikum. Überleitungen gab es keine, es war viel mehr: “Jury-Mitglied xx, ich liebe dich so sehr” und ähnlich ging es weiter, oft fielen auch Flüche oder Schimpfworte. Bühnenpräsenz unterirdisch, wirklich. Es war anstrengend dem beizuwohnen und so ist Toto (und das macht sie sonst nie) tatsächlich während des Programms aus dem Saal geflüchtet.
Der Cosplaywettbewerb an sich wäre sicher ganz schön geworden, wenn man den Teilnehmern feste Regeln vorgeschrieben hätte, etwa eine zeitliche Begrenzung für die Auftritte. So hätte man einem Happy-Cosplayer (aus Fairy Tale) die Schmach ersparen können, sicher 10 Minuten(!) auf der Bühne zu stehen und Briefe an sich selbst vorlesen zu müssen und auch die anderen Auftritte waren meist viel zu lang. So verlor das Publikum ziemlich schnell die Lust an den einzelnen Teilnehmern und das finden wir schade, denn es gehört so viel Mut, um sich vor einem Publikum auf der Bühne zu präsentieren.
Aufgrund der Moderation, die genau so wie Startnummern viel zu viel Zeit in Anspruch genommen hatte, dauerte der Cosplay-Wettbewerb eine geschlagene Stunde. Mit 6 Startnummern!

 

 

Fast pünktlich folgte dann der Showact auf den wir uns persönlich am meisten gefreut hatten: Ongaku no Kara!
Mit ihrem Programm, ihrem Charme und ihrem Talent haben sie das Ärgernis vom vorigen Programmpunkt völlig wett gemacht. Sie waren witzig, die Lieder unglaublich gefühlvoll gesungen und die selbst geschriebenen Parodien haben großen Spaß gemacht. Sehr gefreut haben wir uns über die Parodie zu Kingdom Hearts, die zwar schon älter ist, aber mittlerweile lange nicht mehr gesungen wurde. Ein weiteres Phänomen ist ja Doctor Who, die britischen Serien sind inzwischen nicht mehr aus der Szene weg zu denken und so hatten Ongaku no Kara auch zu diesem Thema ein langes Parodie-Medley zur Hand – Eines der besten, die ich bisher von ihnen gehört habe! Aber auch die Avengers kamen auf ihre Kosten, Zombiefilme und Sailor Moon – Die Mischung war perfekt und wurde durch ruhige Balladen zwischendurch abgerundet. Ongaku no Kara: Ein dickes Lob – Diese Show (mit Auswahl der Lieder etc) gehört unserer Meinung nach zu den besten!

 

 

Aufgrund weiterer Termine mussten wir die Wie.MAI.KAI dann allerdings auch schon wieder verlassen – Es hat uns allerdings echt ganz gut gefallen und ist vielleicht mal eine passende Abwechslung zu den, mittlerweile oft überlaufenen großen Cons. Wer allerdings nicht so gern Programm schaut, der sollte auf jeden Fall Freunde mitbringen, denn mit dem Stöbern wird man relativ schnell fertig sein. : )

 

Und auch wenn wir mehr nicht mitbekommen haben, möchten wir euch nicht vorenthalten, dass es auch Samstag Abend und Sonntag noch ein nettes Programm gab:
Weitere Showgruppen: Daijoubu, , Vapid Superior
Workshops: Shoujo Make-up Workshop, Fotografie für Anfänger, Japanisch lernen auf leichte Art, Amigurumi, Schreibworkshop
Sonstige Auftritte: Samurai Hayashi, StarDream Entertainment, Kampfsport TVN 1901 e.V.