PLAY18 gibt Antworten zur Zukunft des Gamings

PLAY18 gibt Antworten zur Zukunft des Gamings

Vom 1. bis zum 4. November lud das Creative Gaming Festival PLAY18 Games-Begeisterte, Medienschaffende, Kulturinteressierte und Spiele-Entwickler nach Hamburg, um die Bedeutung von Computer- und Videospielen für die Gesellschaft von morgen zu diskutieren. Auch in diesem Jahr dürfen die Veranstalter ein erfolgreiches Resümee ziehen. 

Mehrere Tausend Gäste aus ganz Europa haben das PLAY18 Festival vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag in der Location Hühnerposten und die Ausstellung in der Barlach Halle K im Zentrum Hamburgs besucht und gemeinsam diskutiert und ausprobiert, wie Games unsere gesellschaftliche und politische Zukunft verändern und prägen können. Auf besonders hohe Resonanz ist dabei der Ansatz der Festivalmacher gestoßen, das Publikum noch stärker als in den Vorjahren zu involvieren: So konnten Besucher im Studio Zukunft die verschiedenen Stationen einer Spieleentwicklung durchlaufen oder in der Speakers‘ Corner mit Redebeiträgen zum Diskurs des Festivals beitragen. In performativen Aufführungen und Talk-Formaten wurde das Publikum Zeuge, wie aus Altem – einer von Kindern zerstörten PlayStation – auch Neues – nämlich innovative Game-Controller – entstehen kann. Sprecher wie der spanische Autor und Dozent für Game und Play Design, Miguel Sicart, diskutierten mit dem Publikum, wie uns Games erlauben, immer neue Welten zu erschaffen – und wie wichtig das für unsere gesellschaftliche Entwicklung ist.

Gespielt wurde bei PLAY18 natürlich auch: In der Ausstellung, in der 17 kuratierte Games die Frage stellten, wie und zu welchem Preis neue Welten erschaffen werden können – und damit für jede Menge Spaß, aber auch nachdenkliche Momente sorgten. Die besten davon durften zum Finale des PLAY18 Festivals sogar einen „Creative Gaming Award“ mit nach Hause nehmen: Gewinner in der Kategorie „Most Creative Game“ war das Entwicklerstudio Fictorama aus Spanien mit „Do Not Feed The Monkeys“, in dem sich der Spieler in einem innovativen Szenario mit Überwachung und Voyeurismus auseinandersetzt. Gleich zwei Awards durfte Symbio, von einer Gruppe Studierender der Uppsala University in Visby (Schweden), entwickelt, mit nach Hause nehmen. Die Mischung aus Spiel und Installation, bei der zwei fremde Spieler wortwörtlich Hand in Hand Aufgaben lösen müssen, konnte nicht nur die Jury mit dem Preis für den „Most Innovative Newcomer“ begeistern, sondern auch den Publikumspreis für sich gewinnen.

Mit einem optimistischen Blick in die Zukunft ging PLAY18 zu Ende: Im Rahmen der Award-Show wurde bereits die Fortsetzung im kommenden Jahr angekündigt. PLAY19 findet vom 14. bis 17. November 2019 statt.

 „PLAY18 hat sich der Zukunft gestellt – und dabei selbst viele langjährige Festivalformate erneuert. Eltern konnten gemeinsam mit ihren Kindern neue Spielideen entwickeln und ausprobieren, Lehrkräfte innovative Impulse für den medienpädagogischen Unterricht gewinnen oder Besucherinnen und Besucher wissenschaftliche und philosophische Fragen zur Spielkultur im Dialog mit Experten in den Talks erörtern. Das Resultat war ein Creative Gaming Festival, bei dem sich Menschen mit unterschiedlichsten Berührungspunkten in familiärer Atmosphäre zur Zukunft des Gamings austauschen und neue Perspektiven gewinnen konnten – das macht uns unwahrscheinlich dankbar, glücklich und stolz! Dafür möchten wir uns auch ganz herzlich bei unseren Mitveranstaltern und Unterstützern bedanken, ohne die PLAY18 so sonst nicht möglich gewesen wäre.“, erklärt die Festivalleitung Christiane Schwinge, Vera Marie Rodewald und Andreas Hedrich in ihrem Abschlussstatement.

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