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07.12.2014 18:00 | von Toto

 

Als jahrelanger Fan der Pokemon Reihe ist es natürlich unvorstellbar ein Spiel der Serie nicht wenigstens anzutesten. Und so haben wir uns entschieden, ein kleines Review zum neuesten Teil der Pokemon Saga, Pokemon Omega Rubin und Alpha Saphir zu schreiben.

Ein kleiner Einstieg
Die beiden Teile (Pokemon Spiele kommen klassischer Weise immer in zwei Varianten auf den Markt) ist ein Remake der Spiele Pokemon Rubin und Saphir.
Wieso zwei Varianten?
Für Nichtkenner der Serie klingt das vielleicht überraschend, aber es ist eigentlich ganz einfach erklärt: Einzelne Pokemon der beiden Varianten unterscheiden sich, seltene Pokemon, sowie die legendären Pokemon! Ganz neu bei Omega Rubin und Alpha Saphir machen sich die Unterschiede nicht nur in den Pokemon bemerkbar, sondern auch in der gegnerischen Organisation, die der Spieler bekämpfen muss. In der Version Omega Rubin heißt das gegnerische Team Team Magma, in Alpha Saphir bekämpft man Team Aqua.

Zur Geschichte
Am Anfang muss sich der Spieler entscheiden, ob der Charakter männlich oder weiblich ist. Das Gegenbild bildet dann immer der Kontrahent (entscheidet sich der Spieler für einen männlichen Charakter, so ist der Rivale dann weiblich und umgekehrt). Ich habe mich für ein Mädchen entschieden, einfach weil mir das Charakterdesign viel besser gefällt, und ihm den Namen “Toto” gegeben. Es beginnt also damit, dass Toto mit ihrer Mutter in eine neue Stadt zieht und anfangs verlässt der Spieler den Transportwagen, in dem Toto während der Fahrt über saß. Wir denken uns einfach, dass einige erfahrene Kampfpokemon dafür gesorgt haben, dass ihr da hinten nichts passiert ; )
In Wurzelheim angekommen, sollte Toto nun also erst mal ihr Zimmer begutachten und die Uhrzeit einstellen. Das ist besonders wichtig, weil es in Pokemon einen Tag-und-Nacht-Zyklus gibt, der sich unserer Uhrzeit anpasst. Abends erscheinen an manchen Orten andere Pokemon, als tagsüber!
Nach einem kurzen Gespräch mit Totos Mutter, kann sie Wurzelheim in Richtung Norden verlassen und findet sich in einem Kampf wieder, in dem sie einem Professor zur Hilfe eilen muss. Und hierfür kann sie sich eines von drei Pokemon auswählen. Und mich freut es, dass sich dieses Schema wohl niemals ändern wird!
Auszuwählen sind entweder das Pflanzenpokemon Geckabor, das Wasserpokemon Hydropi oder das Feuerpokemon Flemmli. Selbstverständlich hab ich mich für meine Lieblingsklasse der Pokemon entschieden, das Feuerpokemon. Mit Flemmli wird also der erste Kampf bestritten und gerade am Anfang sind die Kämpfe wirklich nicht sehr fordernd. Es gibt auch immer ein paar Tricks zu beachten, denn schon seit der ersten Generation gibt es die unterschiedlichen Pokemontypen, die entweder Vor- oder Nachteile zu jeweils anderen Typen haben. Hat der Spieler diese Klassifikationen drauf (und nach Jahren geht einem das ja schon ins Blut über), sind die Kämpfe tatsächlich nicht so schwer.
Als Toto danach den Professor besucht, erfährt sie, dass ihr neuer Nachbar, der ebenfalls in ihrem Alter ist, auch Pokemontrainer werden möchte und die beiden sind fortan Rivalen.
Achtung: Der Rivale wählt immer das Pokemon, dass einen direkten Vorteil dem eigenen gegenüber hat. So hat er in meinem Fall also das Wasserpokemon Hydropi gewählt.

Ausgestattet mit einem Pokedex und einem Pokenavigator beginnt also die Reise der Pokemontrainer, mit der Aufgabe, den Pokedex komplett zu füllen, gegen Arenaleiter anzutreten und sich der Pokemon-Liga zu stellen! Und als wäre das nicht Herausforderung genug, gibt es eine finstere Organisation, die sich der Weltherrschaft verschrieben hat, Team Magmar oder Team Aqua, die es zu besiegen gilt!

Die Grafik
Pokemon Rubin und Saphir waren Spiele, die erstmals auf dem Gameboy Advance erschienen und damit damals schon ein grafisches Highlight boten. Dieses wurde mit der Überarbeitung für den Nintendo 3DS natürlich noch ein mal wiederholt und so glänzen Pokemon Omega Rubin und Alpha Saphir ebenso schön wie schon Pokemon X und Y. Die Charaktere laufen in hübschen dreidimensionalen Gegenden und Städten umher, sie erblicken einen manchmal sogar im diagonalen Winkel. Das hohe Gras wirkt tatsächlich sehr hoch und spricht der Pokemontrainer beispielsweise mit einem Kind, so hockt er sich sogar auf dessen Höhe. Diese ganzen kleinen Details fallen dem Spieler sehr positiv ins Auge.

 

 

Der Soundtrack
Innovativ kann man die Soundtracks der Pokemonspiele eigentlich eher nicht nennen. Es ist vielmehr so, dass sich Fans der Reihe jedes mal wie zu Hause fühlen, denn die Stücke ähneln sich absichtlich immer sehr. Die einzelnen Städte und Routen haben ihre ganz eigene neue Musik, aber die verschiedenen Themes der Pokemonkämpfe sind Variationen des original Soundtracks, ebenso wie die Musik im Pokemon-Center oder im Shop. Sagen wir: Wenig innovativ aber dafür traditionell und einfach passend!

Minigames
Seit Pokemon X und Y gibt es das PokemonAmi. In diesem Minigame können Pokemon im Team gefüttert werden, gestreichelt und lieb gehalten. Steigt die Zuneigung der Pokemon, so steigen auch einzelne Kampfattribute. Bei einigen Pokemon ist es für die Entwicklung sogar von elementarer Bedeutung, dass sie dem Trainer Zuneigung schenken! Man kann außerdem kleine Spiele mit ihnen spielen, bspw. ein Puzzle lösen, oder Beeren in die richtigen Körbe zuordnen.
Außerdem gibt es das Super-Training. Durch dieses Minigame ist es möglich, die eigenen Pokemon in ihren einzelnen Werten noch mal zu steigern und sie somit noch stärker und attraktiver zu machen. Ich gebe zu, dass ich diese Option während des Spielens stets nicht wirklich beachte, aber gerade zum Ende des Spiels hin, wenn man sich eigenen Herausforderungen stellen möchte, stellt dies noch eine ganz gelungene Option dar, sich mit dem Spiel noch weiter zu beschäftigen.

 

 

Das Player Search System (kurz PSS) ist eine der besten Neuerung der letzten Jahre! Es ist so möglich, zusammen mit Leuten aus aller Welt zu spielen, die den Internetzugang zugelassen haben. Die Spieler können untereinander Pokemon tauschen oder sich unterstützen, indem sie sich O-Kräfte schicken. Das bedeutet, dass Angriffskraft, Fangkraft, Defensive usw. für einen temporären Zeitraum gestärkt werden. Die O-Kraft ist nicht unendlich einsetzbar, lädt sich aber mit der Zeit selbstständig wieder auf. Ein schönes Feature, welches ich schon beim Spielen von Pokemon X oft genutzt habe!
Das Video-Navi ist quasi eine überarbeitete Version des alten Radios. Dort werden Themen der Hoenn-Umgebung behandelt. Wenn der Spieler beispielsweise jemanden bei einem Angriff durch Team Magma/Team Aqua unterstützt oder jemanden rettet, so wird das in diesem Video-Navi berichtet und behandelt. Aber es gibt nicht nur Nachrichten, sondern auch Berichte über gefangene oder gesichtete Pokemon der einzelnen Routen. Es ist auf jeden Fall unterhaltsam und nicht selten nützlich.

 

 

Der Pokedex-Navi
Die größte Erneuerung des Spiels ist mit Sicherheit der Pokedex-Navi! Dieser ist sehr hilfreich, wenn es nicht darum geht, Pokemon zu trainieren, sondern um möglichst viele verschiedene Pokemon zu fangen, denn in einem Radar wird das Pokemon in der Nähe angezeigt. Zuerst springt er an, wenn er erkennt, dass sich ein Pokemon in der Nähe befindet. Dieses kann der Spieler sogleich ebenfalls entdecken, denn ein Büschel des hohen Grases bewegt sich. Mit dem Joystick ist es möglich, sich schleichend zu nähern um das Pokemon nicht zu verschrecken. Je näher man dem Pokemon kommt, umso mehr Daten werden sichtbar und besitzt man das Pokemon bereits, wird auf die besonderen Fähigkeiten des Wilden aufmerksam gemacht. So kann der Trainer immer noch entscheiden, ob er den Kampf austragen möchte oder nicht. Selbstverständlich gibt es aber noch immer die Zufallskämpfe, bei denen die Pokemon ganz unterschiedlich erscheinen!

 

 

Die Mega-Entwicklung
Ebenfalls seit Pokemon X und Y bekannt sind die hilfreichen Mega-Entwicklungen. Nur bestimmte Pokemon sind zu diesen fähig, indem sie einen Mega-Stein besitzen und der Trainer einen Ring. Die Attribute werden um ein vielfaches erhöht und auch die besonderen Fähigkeiten ändern sich, oft sehr zum Vorteil des Spielers. Die Mega-Entwicklung gehört aber nicht nur zum Repertoire des Spielers, sondern auch Gegner sind dieser mächtig!

Der Überflieger
Lange gewünscht, ist diese Funktion endlich da, wenn auch etwas anders als von vielen gehofft!
Sobald der Spieler eines der legendären Pokemon von Team Magma/Aqua gerettet hat und eine Äon-Flöte besitzt, ist es möglich das legendäre Pokemon jederzeit (auch wenn es sich in einer Pokemon-Box befindet) zu rufen und dreidimensional über die Hoenn-Region zu fliegen! So wird die VM Fliegen quasi durch eine neuere, moderne Art ersetzt, mit der ein schnelles Reisen möglich ist. In der Luft ist es möglich, wilden Flug-Pokemon zu begegnen, die in Schwärmen auftreten. Es kann also auch ausgewichen werden. Das beste ist allerdings, dass durch das fliegende Erkunden auch Regionen entdeckt werden können, die völlig neu sind und durch das Wandern niemals hätten gefunden werden können! Außerdem ist es möglich, legendären Flug-Pokemon zu begegnen, die sich in der Freiheit der Lüfte eben doch etwas freier fühlen und unvorsichtiger sind.

 

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Spiel Pokemon Omega Rubin/Alpha Saphir großen Spaß bereitet, schon allein durch die neuen Funktionen, die aus dem Remake eben etwas besonderes machen und nicht nur das selbe Spiel in neuer Grafik (wie es momentan so oft vorkommt). Nun darf man von Pokemon natürlich keine Story über Stunden erwarten, denn es ist eher simpel gehalten. Story ist vorhanden, es gibt Aufgaben und Herausforderungen, denen man sich stellt aber einen Twist wird man garantiert nicht erleben, auch keine tragischen/romantischen storytragenden Elemente. Im Gegensatz zu den früheren Teilen hat sich natürlich auch dieser Part verbessert und er ist gewachsen, aber es geht noch immer um das all bekannte “Gotta catch’em all!”
Und ich persönlich mag es, mich in alten Traditionen wieder zufinden und diese einfach ein wenig fortzuführen.
Pokemon Omega Rubin/Alpha Saphir: Daumen hoch!